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QZB veröffentlicht eine neue Veröffentlichung bei Critical Music mit SOLAH am Gesang. Das Label kündigt an: « ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt » - kurz, als Fragment eines größeren, bevorstehenden Werks präsentiert.
Encore Critical, encore QZB, encore SOLAH - und trotzdem hat man keine Lust, umzuschalten. Das Duo und die Sängerin treffen sich auf "Into The Dark", das diese Woche vom Label von Kasra auf seiner Releases-Seite angekündigt wurde. Der Text der Label-Präsentation ist kurz, fast rätselhaft: "Cutting through mist and shadow, SOLAH's voice draws us back into the light. Once again, QZB emerge in fine style." Unmissverständliche Übersetzung: Es ist ein Fragment, ein Teaser, das erste Stück eines größeren Objekts.
Die Critical Music-Seite gibt das Wesentliche und nichts weiter: Titel, Künstler, digitale Verfügbarkeit über Beatport und die Standard-Streaming-Plattformen (Spotify, Apple Music, Soundcloud, Tidal, Deezer, YouTube Music), sowie den Kauf über den Critical Store. Keine erweiterte Tracklist, keine angezeigte Katalognummer, kein hervorgehobenes Veröffentlichungsdatum. Die Formel "this is but a taste of things to come" ist eindeutig: Das Label verkauft einen Vorgeschmack.
Man bleibt also auf vertrautem Terrain für Critical im Jahr 2026: sparsame Ankündigung, minimales Pressedossier und ein implizites Vertrauen in den Eigenwert der beteiligten Künstler. Kasra verwaltet sein Katalog weiterhin wie ein Label, das weiß, dass es nicht schreien muss.
Die Kombination ist nicht überraschend. QZB - das Basler Duo, gegründet 2012, ehemals QBIG & Zenith B - kultiviert seit mehreren Jahren eine technische Signatur im neurofunk-adjacent-Bereich: präzises Sounddesign, präzise Übergänge, Arrangements, die nicht überladen. Die Label-Mitteilung fasst es treffend zusammen: "crystalline sound design, embellishing textures, and unmistakeable precision". Es ist keine blinde Werbung, sondern eine Beschreibung, die ihrem bisherigen Output entspricht.
Was SOLAH betrifft, hat sich die Sängerin im Critical-Universum mit dem Zyklus etabliert, der sich um ihr Album "Forever" öffnet, das früher dieses Jahr angekündigt wurde (siehe #909, Vorab-Rezension des Albums). Ihre Stimme hat eine präzise Funktion im Critical-Kontext: Sie bringt gesungene Textur in Produktionen, die ohne sie im dunklen/rollenden Instrumentalbereich bleiben würden. Die Mitteilung spielt explizit darauf an - "draws us back into the light" - und genau dieser Kontrast macht die Kombination interessant.
Ohne vollständiges Hören und ohne bestätigte Tracklist spielt man nicht Track für Track: Das wäre Erfindung. Was man sagen kann, ist, dass der redaktionelle Akt des Labels mit seiner 2026er-Trajektorie übereinstimmt - kurze Veröffentlichungen, Katalog, der methodisch aufgebaut wird, interne Allianzen (SOLAH × QZB, beide in voller Critical-Sequenz). Es ist auch ein weiteres Signal, dass der SOLAH-Zyklus sich weiter ausbaut, bevor das vollständige Album kommt.
Zu beobachten - man wird das tatsächliche Release und ein Hören abwarten, bevor man über die intrinsische Qualität des Tracks urteilt. Auf dem Prinzip und dem Kontext: solide, ohne Überraschung, aber auch ohne Ausrutscher. Der echte Test wird mit dem langen Format kommen, das folgt.
Critical Music : catalogue, compilations et virages