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Eine aktive Kampagne drängt den Stadtrat von Bristol, eine Politik abzuschaffen, die „Personenansammlungen“ in bestimmten Vierteln einschränkt – eine Maßnahme, die direkt Clubs, Bars und Pubs der Stadt trifft, die die britische Drum-&-Bass-Szene geprägt hat.
Bristol ist für Drum & Bass keine gewöhnliche Stadt. Hier nahm der britische Sound seine Form an – Roni Size, Krust, Die, DJ Suv, Reprazent. Hier formte sich das Genre aus dem Zusammenspiel jamaikanischer Sound Systems in St Pauls, der Rave-Kultur der 90er und den Lagerhallen von Stokes Croft. Wenn es um Bristols Nachtleben-Szene geht, geht es nicht nur um Bars: Es ist die Infrastruktur, die dieses Erbe am Leben erhält.
Save Bristol Nightlife, eine lokale Vereinigung zum Schutz des Nachtlebens, hat eine Kampagne beim Stadtrat gestartet, um eine Politik abzuschaffen, die „congregations of people“ – Menschenansammlungen – in bestimmten Stadtteilen einschränkt. Eine vage Formulierung, die in der Praxis Clubs, Bars und Pubs in Bristol trifft.
In Bristol ist die Spannung zwischen städtischer Politik und Nachtkultur besonders: Die Stadt hat eine starke musikalische Identität, eine Drum-&-Bass- und Jungle-Szene, die weiterhin produziert und sich versammelt, sowie kulturelle Institutionen, die jahrzehntelang dem Immobiliendruck standhielten.
Diese Einschränkungen zu lockern bedeutet, den physischen Raum zu schützen, in dem diese Kultur existiert. Ohne Clubs kein Dancefloor. Ohne Dancefloor wird das Erbe zum Museum.
Save Bristol Nightlife setzt seine Arbeit beim Stadtrat fort. Die Kampagne wird von Mixmag dokumentiert.
Bristol : 30 ans de jungle et héritage sound system